11/03/2022
Liebe Novabesucher, einst und jetzt!
Alles hat ein Ende. Man sollte lernen, sich von der Wichtigkeit seiner selbst zu lösen. Dennoch ein rares Statement von mir. Es ist ein Balanceakt dies so zu formulieren, damit nicht wieder was falsch interpretiert wird. Wer will wird es richtig deuten!
Viele fragen mich warum ich nicht in der Nova veranstalte, insbesondere classic oder flashback. Nun denn, das wäre eine längere Geschichte. Ich formulier´s mal so, eine Mischung zwischen Missverständnissen, eine Form von Neid und Tüchtigkeit anderer, begleitet mit Spannungen wo schnell zugegriffen wurde bevor es wer anderer tut. Aber wozu in Wehleidigkeiten verfallen, jemand macht was und das verdient Anerkennung. Ein scheinbar wichtiger Umstand, oft mehr im Social Media als im richtigen Leben, klar denn nirgendwo ist die moralische Überheblichkeit größer als im Netz. Ausserdem schafft man Möglichkeiten und das Auflegen ist nach wir vor ein heisses Eisen wo man schneller Freunde findet als wenn man nichts macht. Mehr Follower sind jedoch keine „Macht“, sie sollten ein Auftrag, eine Verantwortung sein!
Vorweg RESPEKT, speziell an jüngere oder junggebliebene Veranstalter, die es zum einem überhaupt wagen und noch besser mit guten eigenen Ideen, kreative Akzente setzen! Altes mit neuem gekonnt verbinden oder überhaupt neue Formate ins Leben rufen. Da gibt es einige, möchte hier keinen explizit nennen und schön wenn ich von deren richtig verstanden, respektiert werde, ich fühl mich geehrt!
Aber Glück gehört auch dazu, so wie bei der Nova damals. Diese stand für feinsinnige und grossartige DJs und Musiker und das, genau das hat den Mythos massgeblich befeuert. Und man hätte das Closing mit Liebing 2004 als würdige Grabstätte belassen, Legenden ruhen lassen sollen. Ja ich geb´s zu, nicht unwesentlich für unpassende Weitergaben beigetragen zu haben, andere Geschichte. Den intensiven 90iger und frühen 2000er Tribut gezollt, da hätte man stattdessen innehalten sollen. Aber es ist was es ist und für Neuauflagen ist nicht mal eine "Casanova Bar eine Hemmschwelle, eine Komödie like Frederico Fellini, fragwürdig, lustig, skurril und dennoch wertfrei - scheinbar der Zahn der Zeit!
Ich lass es mir hier nicht nehmen, endlich ein DANKE an unzählige Mitstreiter, Mitarbeiter, Helfer, Gleichgesinnte und natürlich heimische Acts über einen Zeitraum von 20 Jahren auszusprechen. Ihr ALLE habt massgeblich beigetragen zu den noch immer existenten Emotionen. Und SORRY wenn ich mit Launen und vorschnellen Entscheidungen eure Geduld strapaziert, euch mitunter vorm Kopf gestossen habe. Die Rechnungen dafür wurden bezahlt und die Gäste wurden nie hintergangen oder getäuscht, die Musik der Spirit standen immer im Vordergrund.
Darum wünsche ich den geschätzten DJ Kollegen/innen und den Gästen viel Spass, ernsthaft jetzt! Als Empfehlung noch, neben den Klassikern wie The Search, the Club, Access, Amphetamine, etc und inzwischen nervigem, abgespielten Take me Baby (Jimmy Tenor hat mehr zu bieten), sich mal auch was anderes zu trauen und wenn bei einem Revival bitte auch mit Vinyl Ein Umstand der mehr Authentizität ausstrahlt, wo der Einsatz zwar aufwendiger aber wertschätzender ist als ein eilig und lieblos formatierter Stick mit vorgefertigten Playlist.(..ersparen wir uns eine anolog-digital Diskussion) Einen Gastgeber der mit guter Anlage, Visuals, Deko und Liebe zum Detailt, mit euch bis zum Schluss feiert, als letzter rausgeht, sich weniger inszeniert, vielleicht sogar mit einer Aktion zu Gunsten Flüchtender Ukrainer was spendet! Um das Erbe würdig statt ungeniert zu zelebrieren. Ja dann, dann wirklich aufrichtig alles Gute meinerseits!
Eric