21/05/2021
Unser Gesundheitsamt wird am Wochenende erneut umfangreich Gaststätten kontrollieren, tatkräftig unterstützt von der Polizei Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland.
Zuletzt haben unsere Kolleginnen und Kollegen immer wieder gravierende Verstöße gegen die Coronaregeln festgestellt.
Zum Beispiel wurden Mindestabstände nicht eingehalten, bis zu acht Haushalte am selben Tisch angetroffen, von Kellner(innen) keine Masken getragen und die Sperrstunde ignoriert.
»Das sind unhaltbare Zustände. Gastwirte, die so etwas zulassen, handeln nicht nur fahrlässig, sondern auch im höchsten Maße unsolidarisch gegenüber den vielen gastronomischen Betrieben, die sich vorbildlich an die Regeln halten«, betont unser Landrat Florian Lorenzen.
Neben den weiteren Kontrollen haben diese Verstöße für die Betriebe schon jetzt erhebliche Konsequenzen:
💶 Bußgelder jeweils bis zu 25.000 Euro
🚫 Für 20 Betriebe: angeordnete Begrenzung der Gästezahl auf 50% der eigentlichen Kapazität
Stellen wir erneut schwere Verstöße fest, werden wir
🚪 bei Überfüllung die Restaurants und Außenbereiche räumen lassen, bis nur noch so viele Leute da sind, dass die Regeln eingehalten werden. Gaststätten müssen ihre Gäste dann umgehend abkassieren und weg schicken.
⭕️ Gaststätten vorübergehend komplett schließen, wenn das angesichts des Verstoßes als Maßnahme verhältnismäßig ist.
Aber nicht nur die Gastronom(inn)en sind aufgerufen, sich an die Regeln zu halten. »In Nordfriesland darf kein zweites Ischgl entstehen«, mahnt Landrat Florian Lorenzen und nimmt nicht auch die Gäste ins Blickfeld: »Niemand hat das Recht, Gastwirte und ihre Angestellten respektlos anzuschnauzen, wenn sie ihm den Einlass verwehren wollen. Der unverschämte Egoismus diverser Gäste hat wesentlich zu den unhaltbaren Zuständen beigetragen.«
Warum der ganze Stress? 🧐 Weil es nach wie vor um Gesundheit und Leben geht. Die Folgen nicht umgesetzter Hygienemaßnahmen können erheblich sein, was gerade viele Personen erfahren mussten: Ein Ehepaar war, unbewusst infiziert, in mehreren Lokalen gewesen. Wären die Hygienemaßnahmen in all diesen Betrieben korrekt gewesen, hätten wir deutlich weniger Kontaktpersonen in Quarantäne setzen müssen. Jetzt sind es etwa 300, die gefährdet sind, sich angesteckt zu haben. Und selbst wenn nicht: Sie dürfen ihr Haus erst einmal nicht mehr verlassen – ärgerlich und vermeidbar, wenn wir alle auf Abstände und ausreichende Belüftung achten.
»Gerade jetzt, in der Phase der vorsichtigen Öffnungsschritte, müssen wir uns strikt an die geltenden Regeln halten, um das Erreichte nicht zu gefährden und weitere Schritte in Richtung Normalität gehen zu können«, unterstreicht unser Landrat.
Wir danken allen Gastronom(inn)en, die sich engagiert um die Sicherheit ihrer Gäste kümmern. 😊 Für alle anderen haben wir kein Verständnis und werden bei Bedarf hart durchgreifen. ❗️