09/04/2026
Ich freue mich mein Gäste sooooo zufrieden sind 💖💖💖💖
Hinter dem Hofgarten Richtung Südstadt liegt mit Nisha’s Restaurant eine Adresse, an der wir in Bonn schon oft vorbeigelaufen sind, ohne bislang einzukehren. Gerade im Sommer dürfte die kleine Terrasse auf Straßenseite ein zusätzlicher Reiz sein. Innen ist es unkompliziert, aber ein Ort, an dem man sich schnell wohlfühlt.
Der Service war freundlich und unkompliziert. Da wir zum ersten Mal dort waren, wurde uns die Logik der unterschiedlichen Schärfegrade erklärt. Besonders sympathisch: Die Inhaberin kocht selbst und kam später an den Tisch, um sich nach unserem Eindruck zu erkundigen. Das gab dem Abend eine persönliche, fast familiäre Note.
Schon der Einstieg mit Mixed Pickles und selbstgemachten Roti war stark. Schön war, dass es sich nicht um eine einzige Pickle-Mischung handelte, sondern um mehrere unterschiedlich aufgebaute Varianten, bei uns etwa mit Zwiebel, Dattel und Chili. Alles schmeckte frisch mariniert und klar hausgemacht.
Mein Lachs-Curry war cremig, rund und sehr gelungen; der Lachs kam in Würfeln und war vom Garpunkt sehr sauber getroffen. Die Mango blieb eher im Hintergrund, der Spinat war präsenter, was dem Gericht aber nicht schadete. Das Schweinefilet-Curry mit getrockneten Aprikosen und Datteln ging in eine ganz andere Richtung: dunkler, schmoriger und stärker auf einer süßen Achse gebaut – und gerade deshalb sehr gelungen. Dazu kam ein aromatischer Curryreis. Auch die vegetarischen Komponenten waren nicht bloß Alibi-Beilagen: Das Bohnen- und Rote-Bete-Curry war eigenständig und zeigte, dass die vegetarischen Optionen hier ernst genommen werden.
Die große Stärke der Küche liegt in der Differenz. Hier schmeckt nicht alles nach einer Grundsauce mit kleinen Variationen, sondern jedes Curry hat eine eigene Aromatik, Farbe und Textur. Genau deshalb wurde auch die längere Wartezeit von rund 50 Minuten im Nachhinein positiv lesbar: als Ausdruck von Frische und tatsächlicher Zubereitung just in time, nicht als bloße Baukastenlogik. Jedes Gericht besteht hier aus mehreren Komponenten. Das braucht Zeit.
Zum Abschluss gab es gebackene Bananen mit Mango und Honig – ein stimmiger, sehr gelungener Abschluss. Der Teig war sauber ausgebacken, die Mango frisch und süß.
Auch preislich machte das Lokal einen sehr fairen Eindruck. Vegetarische Hauptgerichte liegen etwa bei 15 Euro, Fisch- und Fleischgerichte um 20 Euro. Wir landeten am Ende bei 84 Euro, weil wir uns bewusst quer durch die Karte probiert haben; mit fokussierter Bestellung geht es hier also auch günstiger. Kartenzahlung ist möglich.
Unterm Strich war das für uns eine sehr schöne Entdeckung. Nisha’s Restaurant bringt eine eigene Note in unsere Rotation: frisch gekochte, individuell gewürzte Currys, die angenehm frei von jeder Baukastenlogik sind. Wir kommen sicher wieder.